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Welche Prothesen oder anderen Versorgungs- Möglichkeiten gibt es?

Welche Prothesen oder anderen Versorgungsmöglichkeiten gibt es?

Zurück ins Leben

Kaum haben Sie die Amputation hinter sich, sind Sie vielleicht immer noch mit dem Verlust beschäftigt und schon sollen Sie weiter machen. Nein, nicht sollen: Sie müssen! Zu diesem scheinbar unpassenden Zeitpunkt werden Sie aufgefordert weiter zu machen. Das müssen Sie in der Tat, weil das der beste Weg ist, wieder zurück in Ihren Alltag zu finden. Mit den richtigen Prothesen ist das viel leichter als Sie zunächst vielleicht denken.
Gewöhnen Sie sich gar nicht erst an Rückzug. Mischen Sie sich so schnell wie möglich wieder unter Leute. Trainieren Sie Ihre Muskulatur mit dem Physiotherapeuten und lernen Sie sich zu bewegen. Machen Sie sich mit dem Ergotherapeuten fit für Ihren Alltag.

Versorgungsexperten vor Ort
Finden Sie einen zertifizierten Ottobock Versorgungsexperten in Ihrer Nähe.

Gehen Sie zu einem guten Orthopädietechniker. Der hat ein ganzes Lager voll mit Hilfsmitteln, die Ihnen helfen, zu Ihrem gewohnten Alltag zurückzufinden. Das Sortiment umfasst z.B. nach Ihrem Maß angefertigte Prothesen mit denen Sie so gehen können, dass Ihr Gang fast einheitlich wirkt.

Prothesen und Schuhe nach der Vorfußamputation

Bei kleineren Amputationen kann eine individuell geformte Einlage ausreichen. Eine Einlage dient nicht dazu, die Funktion zurückzugewinnen, aber bei sehr leichten Eingriffen genügt unter Umständen schon eine Stabilisierung des Fußbettes.

Manche Ärzte und Orthopädietechniker empfehlen einen maßgefertigten Schuh vom orthopädischen Schuhmacher. Prüfen Sie sehr genau, ob der für Sie wirklich die beste Wahl ist. Er ist nicht nur optisch auffällig, sondern birgt unter Umständen auch Schwierigkeiten, weil das Sprunggelenk darin starr fixiert wird. Das Laufen darin wirkt nicht gängig und kann für Sie weniger komfortabel sein.

Unauffälliger ist der orthopädische Innenschuh, den ebenfalls der orthopädische Schuhmacher anfertigt. Auch bei dem wird das obere Sprunggelenk fixiert. Sie können damit keine herkömmlichen Konfektionsschuhe aus dem Schuhgeschäft tragen.

Ein deutliches Plus an Beweglichkeit bietet die Bellmann-Prothese vom Orthopädietechniker (Sanitätshaus). Mit Hilfe eines Strumpfs schlüpfen Sie in eine aus mehreren Lagen Schaum hergestellte Prothese. Diese Versorgung lässt das obere Sprunggelenk frei. Weitere Vorteile sind die Leichtigkeit und eine Form, mit der Sie auch konventionelle Schuhe tragen können. Allerdings kann die Bellmann-Prothese nicht an Ihren anderen Fuß optisch angeglichen werden. Sie fällt als Prothese auf. Außerdem verschleißt das Material recht schnell. Nach zwei Jahren brauchen Sie eine neue Prothese  und der Strumpf sorgt für Reibung, die nicht jedem behagt.

Eine Vorfußprothese aus Silikon liefert Ihnen freie Beweglichkeit Ihres Sprunggelenks und gewährt Ihnen eine individuelle Passform. Vorfußprothesen aus Silikon werden vom Orthopädietechniker einzeln dem jeweiligen Stumpf speziell angepasst. Sie sitzen „wie angegossen“. Der Knöchel bleibt frei. Ihr ganzer Fuß ist voll beweglich. Der gesamte Bewegungsablauf der Teilfußamputierten wirkt natürlicher. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass außerdem die Muskulatur aktiver ist als bei anderen Versorgungen. Dank des „flexiblen“ Materials können Sie mit einer Vorfußprothese auch längere Strecken gehen und konventionelle Schuhe tragen. Kurz: Wo Sie stehen und gehen, werden Sie kaum mehr auffallen.




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