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Wie läuft die Amputation ab?

Die Vorfußamputation
Wie läuft die Amputation ab?
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Welche Amputationshöhen gibt es?

Die Vorfußamputation
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Welche Folgen hat die Vorfußamputation für mich?

Die Vorfußamputation
Welche Folgen hat die Vorfußamputation für mich?
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Wie läuft die Vorfußamputation ab?

Beratungsgespräch zur Vorfußamputation

Zusammenarbeit macht den Erfolg

Die Rehabilitation beginnt schon bei der Planung des Ablaufs der Vorfußamputation. Am wichtigsten für Ihr späteres Leben ist es, mit dem Fuß wieder so normal wie möglich stehen und gehen zu können. Dazu muss man nicht nur wissen, wo Knochen, Sehnen und Muskeln verlaufen, sondern auch ihre Funktionalität genau kennen. Deshalb ist die Kooperation zwischen Chirurgen, Internisten, Chiropraktikern, Physiotherapeuten und Orthopädietechnikern sehr wichtig.

Kooperation verschiedener Experten

Der Chirurg sieht Sie im Regelfall erst in der Besprechung vor der Operation, um Ihnen den Ablauf der Vorfußamputation zu erklären. Der Chirurg kennt Ihre Geschichte daher nur in verkürzter Form und kann auch nicht immer beeinflussen, was nachher auf Sie zukommt. In der Zeit nach der Vorfußamputation werden Sie von Ihrem Haus- oder Facharzt betreut. Nach einiger Zeit wird dann ein Orthopädietechniker mit einbezogen, der später Ihre Hilfsmittel herstellt. In Zusammenarbeit können Sie deshalb gemeinsam am besten entscheiden, welche Amputationshöhe in Ihrem Fall die richtige ist. Die Art der Amputation hat massiven Einfluss darauf, was und wie viel Sie nach dem Eingriff mit Ihrem Fuß machen können. Die wichtigste Aufgabe des Chirurgen ist, die Amputation so durchzuführen, dass Sie im Anschluss wieder möglichst viel unternehmen können.

Keine Angst vor der Amputation

Sie brauchen vor der Vorfußamputation keine Angst zu haben: Der Eingriff ist heute in der Regel nicht mehr gefährlich. Die Vorfußamputation wird so schonend wie möglich durchgeführt. Sie findet stationär unter Vollnarkose statt. Wie lange Sie im Krankenhaus bleiben müssen, kann Ihnen niemand vorher sagen. Das hängt in erster Linie von der Wundheilung ab. Ein bisschen hängt es aber auch von Ihren Fortschritten bei den Bewegungsübungen ab. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf der Seite „Was passiert in den ersten Wochen nach der Amputation“.

Ablauf der Vorfußamputation

Amputationen werden heute nach der Devise vorgenommen „so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich“. Der Chirurg entfernt (unter Vollnarkose) nur so viel wie unbedingt notwendig, damit Sie anschließend möglichst mobil bleiben. Der Arzt schneidet die Haut auf, entfernt das kranke Gewebe und die Knochen, bildet den Stumpf und verschließt die Wunde. Je mehr gesundes Gewebe erhalten bleibt, desto besser. Außerdem legt der Chirurg eine Wunddrainage: ein kleines Röhrchen, durch das Wundflüssigkeit abfließen kann.
Die Kunst besteht heute nicht mehr in der Frage, wie, sondern wo genau der Chirurg ansetzt (siehe Amputationshöhen) – und wie er den Stumpf formt. Dieser Punkt ist sehr wichtig, weil  der Stumpf anschließend belastbar sein muss und nicht wund scheuern darf. Dazu „polstert“ der Chirurg den Knochen mit Muskulatur und lässt genügend Haut, um die Wunde ohne Spannung vernähen zu können. Die Narbe wird dabei möglichst auf dem Fußrücken liegen, damit sie nicht belastet wird und nicht aufreiben kann.
Wenn dies gelingt, und das tut es heute fast ohne Ausnahme, können Sie mit einer Vorfußprothese später (fast) wieder Ihr vertrautes Leben führen.

Nachamputationen können notwendig sein

Früher haben die Chirurgen lieber etwas zu viel Gewebe amputiert, um auf der sicheren Seite zu sein. Heute legen sie Wert darauf, so viel Gewebe wie möglich zu erhalten. Je mehr vom Fuß bleibt, desto größer ist Ihre Lebensqualität. Sie müssen aber wissen, dass sich dadurch eventuelle Nachamputationen nicht immer vermeiden lassen. Das ist aber, bei allem Schmerz, in Ihrem Interesse. Denn je mehr vom Fuß erhalten wird, desto mobiler sind Sie anschließend. Auch wenn es zu Nachamputationen kommt, haben Sie vermutlich mehr Gewebe behalten als es früher der Fall gewesen wäre. Heute haben Sie bessere Operationsmöglichkeiten, als es noch vor zwanzig Jahren der Fall gewesen wäre.