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Was passiert in den ersten Wochen nach der Amputation?

Vorfußamputierter mit Therapeutin

Die ersten Schritte nach einer Amputation

Schon unmittelbar nach der Vorfußamputation beginnt der Weg zurück ins Leben. Damit Sie bald wieder gehen, Fahrrad oder Auto fahren können, muss die Wunde verheilen und die Muskulatur muss wieder aufgebaut werden. Das erfordert Kraft und Geduld. Die ersten Wochen entscheiden wesentlich darüber, wie Sie mit der Amputation später leben können.

Nach der Amputation müssen Sie zunächst einige Tage liegen und dürfen den Fuß gar nicht belasten. Es wird sich sicher schnell ein ganzes Heer von Helferlein um Ihr Bett versammeln und Sie fordern. Damit beginnt die Rehabilitation. Niemand kann Ihnen vorher sagen, wie lange Sie liegen müssen, wie lang es dauert, bis die Wunde geheilt ist und wann Sie wieder laufen, Auto fahren oder zur Arbeit gehen können. Aber eines kann Ihnen jeder Arzt aus Erfahrung sagen: Je aktiver und positiver Sie sich einbringen desto schneller werden Sie Fortschritte in Ihrer Rehabilitation bemerken.

Rehabilitation nach der Vorfußamputation: Übung macht den Meister!

Im Vordergrund aller Bemühungen steht zunächst die Heilung der Wunde. Schon während der Wundheilung trainiert ein Physiotherapeut mit Ihnen die Beweglichkeit, damit Ihre Muskulatur erhalten bleibt und die Gelenke trotz der langen Untätigkeit beweglich bleiben. Später übt er mit Ihnen Ersatzbewegungen ein und trainiert die Muskeln im Stumpf, damit Sie sicher mit einer Prothese laufen können.
Der Physiotherapeut hat eine weitere wichtige Aufgabe: Er muss mit Ihnen die Wahrnehmung im Fußstumpf einüben. Ihr Stumpf ist so neu, dass Ihr Gehirn mit den Botschaften der Nerven erst einmal gar nichts anfangen kann. Allerdings ist es für Ihre Gesundheit von entscheidender Bedeutung, dass Sie Ihren Fuß sehr genau spüren.

Sobald die Wunde vollständig abgeheilt ist und Sie den Stumpf belasten können, erfolgt die Versorgung mit einer Prothese, an die Sie sich langsam gewöhnen sollten.

Für den Übergang bekommen Sie vermutlich einen speziellen, so genannten Vorfußentlastungsschuh. In diesem Schuh können Sie laufen, ohne die Wunde zu stark zu belasten. Innerhalb Ihres Rehabilitationsprozesses wird es auch Zeit für Ergotherapie: Der Ergotherapeut fördert Ihre Geschicklichkeit, übt Bewegungen in Alltag und Beruf ein. Mit seiner Unterstützung werden Sie Ihr Leben selbst jeden Tag besser in den Griff bekommen.

Übrigens gehört die Teilnahme an einer Gehschulung, die Beratung von Berufscoaches, Psychologen und gegebenenfalls Familienhelfern ebenfalls dazu. Weiter gehört es auch dazu, Ihre bisherige Lebensführung in Frage zu stellen: Ernähren Sie sich gesund? Rauchen Sie? Wer mit einer Amputation fertig wird, kann auch mit dem Rauchen aufhören. Wetten?

So wichtig alle diese Experten sind: Ihre aktive Mitarbeit ist noch wichtiger.